3. Dünndarm

 

Über die Darmwände des Dünndarms werden in etwa 90 Prozent der verdaulichen Bestandteile des Breis in den Blutkreislauf aufgenommen. Das geschieht über die Darmzotten an der Darm-Innenwand. Bevor die Nährstoffe aber ins Blut aufgenommen werden können, müssen sie in kleinste Teile zerlegt werden. Durch wiegende und knetende Bewegungen tritt die Oberfläche ständig wieder in Kontakt mit dem Speisebrei und durchmischt ihn. Der Dünndarm arbeitet dabei mit der Bauchspeicheldrüse zusammen. Diese produziert täglich bis zu eineinhalb Liter Bauchspeichel, der den sauren Speisebrei neutralisiert. Außerdem liefert sie wichtige Verdauungsenzyme für den Darm. Die Leber ist an der Verdauung nicht aktiv beteiligt. Allerdings fungiert sie als Entgiftungszentrale für Alkohol, Medikamente und Drogen. Wird besonders fettreich gegessen, muss die Gallenblase die Gallenflüssigkeit in den Zwölffingerdarm ausscheiden, wo sie für die Fettverdauung benötigt wird. Am Ende des Dünndarms bleibt nur mehr eine unverdauliche, halb flüssige Masse übrig, die aus Zellulose, Wasser und Bakterien besteht.